Dienstag, 2. Dezember 2014

Etwas andere Fantasien

Ich bin ein wenig nervös, als ich vor ihm in die Knie gehe und seine Hose öffne. Es ist nicht das erste Mal für mich, dass ich etwas mit einem anderen Mann mache, dennoch fühlt es sich diesmal anders an. Ich schiebe diesen Gedanken beiseite, als ich sehe, wie erregt er bereits ist. Ich selbst bin bereits nackt und auch auf mich hat sein Anblick seine Wirkung. Ich öffne den Mund, er drängt sich hinein. Er ist nicht sonderlich zimperlich, was mir gefällt. Seine Finger krallen sich in meine Haare, er fixiert meinen Kopf. Ich ringe ein wenig um Atem, als er tief eindringt und seine Hüfte bewegt. Ich fühle mich benutzt, er reagiert sich an mir ab, fickt im wahrsten Sinne meinen Mund, es ist einerseits unangenehm, andererseits kann ich in diesem Moment kaum genug davon kriegen. Zwischendurch zieht er sich ganz aus meinem Rachen heraus, so dass ich zumindest kurz um Atem ringen kann, doch schon Augenblicke danach macht er weiter. Ich bin ein wenig beeindruckt von seiner Ausdauer.

Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor, bis er endlich von mir ablässt. Ich atme schwer und freue mich wieder Luft zu bekommen, doch ich will auch mehr, einfach nur mehr. So lasse ich mich willig von ihm packen und auf den Bauch drehen. Ich spüre ihn hinter mir, strecke mich ihm entgegen und keuche leise auf bei der kühlen Berührung des Gleitgels. Dann kommt er näher, es schmerzt kurz, als er eindringt. Mein Stöhnen wird lauter, während er es zunächst sehr langsam und ruhig angehen lässt.

Ich entspanne mich und beiße mir auf die Lippen. Er bewegt sich vorsichtig hinter mir, in mir, steigert langsam das Tempo. Seine Hände umklammern meine Hüften, ziehen mich an ihn heran. Bei jedem Stoß stöhne ich auf, die Mischung aus leichtem Schmerz und Erregung macht mich fast wahnsinnig. Auch sein Atem geht schneller, seine Zurückhaltung lässt nach, sein Becken bewegt sich schneller, er dringt immer tiefer in mich.

Ich winde mich unter ihm, er benutzt mich hart und erbarmungslos. Wir werden laut und lauter, das Klatschen seiner Stöße mischt sich mit unserem Stöhnen. Er treibt mich immer weiter, trifft den richtigen Punkt in mir, macht mich fertig. Als er seinen eigenen Höhepunkt nahen fühlt, braucht es nur wenige Handgriffe um dafür zu sorgen, dass wir ihn gemeinsam erreichen.

Danach brechen wir zusammen, schwer atmend, er über mir. Es war unsanft, hart, einfach geil. Kurze Zeit genieße ich einfach nur die Empfindungen, die meinen Körper durchfließen, dann hebe ich langsam meinen Blick und schaue sie an. Sie hat sich während der ganzen Zeit nicht von ihrem Sitzplatz bewegt und grinst mich nun an. Es ist offensichtlich, dass sie durch den Anblick ebenso erhitzt wurde, auch wenn sie versucht es sich nicht anmerken zu lassen. Ihre glänzenden Augen verraten sie jedoch. Ich erwidere ihr dreckiges Grinsen. Ihr hat gefallen, was sie sah.

Weihnachtsmarktbummel

Im Gedränge des Weihnachtsmarktes suchst du meine Nähe und hakst dich bei mir unter, damit wir nicht in der Menschenmenge getrennt werden. Es ist kalt, doch wir sind warm angezogen und die Buden um uns herum verströmen zusätzliche Hitze, die von den Fritteusen, Töpfen und Grills aufsteigt. Wir wandern ziellos, denn wir nehmen keine der Attraktionen und fettigen Nahrungsmittel so richtig wahr. Wir sind mitten im Spiel.

Als ich dir vorher, zuhause, geholfen habe, das Spielzeug anzulegen, hast du leicht gezittert. Du wolltest es, der Gedanke reizte dich schon lange, doch die Umsetzung in die Realität erfüllte dich mit ein wenig Furcht. Und Vorfreude, wie ich feststellte, als ich unser kleines Geheimnis am richtigen Punkt positionierte. Du konntest ein leises Seufzen nicht unterdrücken, als du meine Finger dort an deiner intimsten Stelle fühltest.

Jetzt drehe ich die kleine Fernbedienung, die in meiner Manteltasche verborgen ist, in meiner Hand. Ich ertaste die Schalter, die für verschiedene Stufen stehen, per Funk soll jeder Tastendruck in deinen Schoß übertragen und in Vibrationen umgesetzt werden. Ich zögere kurz, nehme die Öffentlichkeit um uns herum nun deutlich wahr, werfe dir einen verstohlenen Seitenblick zu, als wollte ich sicher gehen. Dann finden meine Finger den Knopf für Stufe eins.

Unsere Blicke treffen sich, ich kann sehen, wie du leicht zusammenzuckst, als das Spielzeug zu vibrieren beginnt. Dein Mund öffnet sich leicht, ich sehe deinen Atem, der in einem Stoß entweicht und weiß, dass es dir gefällt. Niemand hat es bemerkt, wir gehen völlig in der Masse unter, die sich um uns herum mit Glühwein und fettigen Süßigkeiten lautstark amüsiert.

Ich stelle eine etwas höhere Stufe ein und spüre, wie du an meinem Arm kurz aus dem Schritt gerätst und etwas zusammensackst. Du schließt kurz deine Augen und presst deine Lippen zusammen um eine allzu deutliche Reaktion zu unterdrücken, bevor du zögernd weiter gehst. Ein junger Mann drängt sich an uns vorbei und wirft uns einen missbilligenden Blick zu, weil wir so abrupt vor ihm stehen geblieben sind. Wenn der wüsste...

Ich führe dich weiter an den bunten Lichtern und der plärrenden Musik vorbei, beides verschwimmt für uns nun zu Hintergrundrauschen. Auch die vielen Menschen um uns herum verlieren langsam ihre Relevanz, während du langsam und mit wackeligen Knien weiter gehst. Ich sehe deine geröteten Wangen und weiß, dass dies nicht an der Kälte liegt...

Ein Knopfdruck erhöht die Intensität. Diesmal kannst du ein keuchendes Stöhnen nicht unterdrücken, du bleibst stehen, beugst dich etwas vor, kannst dem nicht entkommen. Ich lächle ein wenig, ich liebe es dich so zu sehen, wie du um Atem und Selbstbeherrschung ringst. Bevor du dich noch ganz fangen kannst, ziehe ich dich weiter durch die Innenstadt, tue so, als wäre überhaupt nichts. Unsicher folgst du mir, musst jedoch immer wieder stehenbleiben, hältst dich an den weihnachtlichen Buden fest.

Ich kann sehen, dass du es kaum noch aushältst, dass es dir immer schwerer fällt ruhig zu sein und dich zusammenzureißen. Ich führe dich an deinem Arm ein wenig aus der Menge heraus, an den Rand des Geschehens. Ich drücke dich mit dem Rücken gegen eine Hauswand, stelle mich direkt vor dich, ganz nah, so dass niemand außer mir dein Gesicht sehen kann. Unsere Nasenspitzen berühren sich beinahe, als ich unser kleines Spielzeug auf die höchste Stufe drehe. Dein Gesicht verzerrt sich vor Erregung und mühsamer Beherrschung, ich halte dich, so dass du nicht an der Wand herabrutschst. Flehend, schwer atmend, blickst du mich an, ich lächle.

Augenblicke später ist es soweit, dein Höhepunkt überkommt dich, ich sehe, höre, spüre, wie dein Atem stoßweise geht, deine Hand verkrampft sich um meinen Arm, ich beobachte trotz der dicken Winterkleidung das Zittern und Zucken deines Körpers. Minutenlang bleiben wir so stehen. Niemand hat etwas bemerkt, alle sind zu beschäftigt. Die Kälte des Abends kann uns nichts anhaben, so erhitzt wie wir sind. Du lächelst mich an, bedankst dich mit einem Blick. Wir lösen uns von der Wand, mischen uns wieder unter die Menschen.

Lange Tage und lange Nächte

Es gibt Tage, da denkt man beinahe ständig an „das eine“. Man versucht zwar sich abzulenken und dem Tagewerk nachzugehen, doch aus irgendwelchen Gründen schweifen die Gedanken immer wieder ab und wenden sich fantasievollen Bildern im Kopf zu. Auch körperliche Betätigungen bringen nur kurzzeitig Abhilfe, spätestens wenn man sich von ihnen wieder erholt hat, geht es weiter mit den eindeutigen Gedanken. Ein solcher Zustand ist tagsüber schon bisweilen störend, kann da jedoch noch einigermaßen durch Ausweichverhalten unter Kontrolle gehalten werden.

Wirklich anstrengend wird es dann in der Nacht.

Wenn man sich zur Ruhe gebettet hat und als vernünftiger, verantwortungsbewusster Mensch nun in sanften Schlummer gleiten will, sind sich in den Vordergrund des Bewusstseins drängende, vielfältige sexuelle Fantasien, deren Inhalte zum Teil vom rationalen Teil des Verstandes auch noch als höchst unangebracht angesehen werden, äußerst kontraproduktiv. Man(n) kann sich schon einmal auf eine lange wache Nacht auf dem Rücken liegend einstellen und auf einen daran anschließenden Tag, der, wie es bisher aussieht, auch nicht besser weiter geht.

Natürlich kann man auch in den dunklen Stunden dem ganzen einfach nachgeben und den Trieben freien Lauf lassen. Aber auch hier ist es nur eine sehr kurzfristige Lösung, wie entsprechende Träume und noch weitere wache Stunden zeigten.
Was bleibt noch zu tun?
Kalt duschen?
Holz hacken?
Durch den Wintereinbruch draußen wandern, bis alle Extremitäten taub sind?
Keine sonderlich angenehmen Lösungen für einen Zustand, der eigentlich gar nicht so schrecklich ist, sondern eben nur ein wenig... ablenkend.

Wie der Winter erträglich wird

Draußen ist es bitterkalt, doch hier drinnen merken wir nichts davon.
Die Scheiben sind beschlagen.
Du liegst vor mir, auf dem Bauch, hast dich vor Erschöpfung einfach fallen lassen. Deine Haut glänzt in dem wenigen Licht, das wir haben. Vor Augenblicken noch knietest du vor mir, ich war hinter dir, über dir, in dir, wir haben uns gegenseitig an unsere Grenzen getrieben. Nun liegst du da, die Beine ein wenig gespreizt und ich sitze hinter dir im Schneidersitz und schaue dich einfach nur an.
Ich betrachte die Spuren auf deinem Rücken, deinen Schenkeln, die ich hinterlassen habe.
Es war kein Akt der Liebe oder etwas ähnlich unpassendes, es waren Triebe, die wir beide hatten und die befriedigt werden wollten.
Du atmest noch immer schwer und unregelmäßig, ich sehe, wie dein Körper ein wenig zittert, aber nicht vor Kälte. Auch ich muss mich erst wieder beruhigen und zu Atem kommen.
Ich frage mich kurz, ob es falsch war, ob wir das nicht hätten tun sollen.
Dein Gesicht sehe ich nur im Profil, deinen Kopf hast du seitlich gelegt. Deine Augen sind geschlossen, du hängst noch dem Moment nach.
Ich sehe das zufriedene Lächeln auf deinen leicht geöffneten Lippen.
Ich streichle über deine Schenkel, zeichne deine Kurven mit meinen Fingern nach, umkreise jene roten Stellen, wo ich dich zuvor noch hart angefasst habe.
Die erste sanfte Berührung seit wir aus einer unausgesprochenen Laune heraus begonnen haben.
Du seufzt leise und noch immer erregt.
Draußen hält der Winter Einzug, doch hier drinnen teilen wir unsere Wärme.

Mittwoch, 5. November 2014

Die Sache mit der Fantasie

Kennt man das? Man ist irgendwie in angeregter Stimmung und will Fantasien und Träume ausleben oder sich ihnen zumindest geistig hingeben, doch entweder sind es zu viele auf einmal um sich auf etwas zu einigen oder es gibt unbekannte andere Gründe, die verhindern, dass man sich fallen lassen kann. Ist es der Alltagsstress, der die Stimmung unterdrückt? Sind es unausgesprochene Konflikte mit anderen Menschen, die sich immer wieder in den Vordergrund des Bewusstseins drängen? Ist es die Überreizung durch allerlei Eindrücke von außen, die die Gedanken abstumpfen oder davon schwemmen? Ist es wirklich schon so weit gekommen, dass eine Liste der unanständigen Fantasien angelegt werden muss, als ob man die Einkaufsliste für den wöchentlichen Lebensmittelkauf plant?
Nun ja, was für Nudeln, Milch und Brot funktioniert, kann für andere körperliche Bedürfnisse ja nicht schaden. Also versuchen wir uns doch einfach mal daran.

Hm, nach zwanzig Minuten intensiven Starrens auf Bildschirm und Tastatur steht fest, dass es offenbar sogar schwer ist, mit sich selbst über seine unanständigen Fantasien und Wünsche zu konferieren. Soviel dann zur Offenheit und Lockerheit heutiger Menschen... Ein weiterer Ruck ist wohl notwendig um vorsichtig mit der Liste zu beginnen.

Ein großes Spiel in einer Gruppe.
Eine ganze Wohnung wird zur Spielwiese. Menschen vergnügen sich auf verschiedene Arten miteinander, aneinander, durcheinander. Wechselnde Partner, fehlende Berührungsängste, eine Situation, in der jeder und jede die Wünsche ausleben kann, die man nicht zu offenbaren wagte. Die Menschen der Antike mögen erblassen angesichts dieser Orgie.

Eine Frau, viele Männer.
Was wären wir im 21. Jahrhundert ohne unsere Pornos? Geradezu klassisch in diesem Genre sind Szenen, in denen eine Frau von einer Gruppe von Männern benutzt (ein anderes Wort passt gar nicht) wird. Auch dies steht in gewisser Weise auf der Liste, erleben, wie eine Frau nacheinander von mehreren Männern oder auch gleichzeitig von mehreren Männern beglückt wird. Sehen, wie es ihr gefällt und wie sie es genießt im Mittelpunkt zu stehen.

Ein Mann, viele Männer.
Tja... auch diese Szene ist klassisch, wenn auch die (Porno-)zielgruppe eine andere ist. Doch auf gewisse Weise ist dieser Gedanke unter den gleichgeschlechtlichen Fantasien einer der erregendsten: Wie in der Situation davor erfreuen sich mehrere Männer an einer Person, nur ist es in diesem Fall der Autor dieser Zeilen, der im Mittelpunkt steht. Oder liegt. Je nachdem. Dieses Gedankenspiel hat oft sehr raue Züge, wer hätte das gedacht?

Keine Meile ohne Seile
Die Fesselung der Partnerin hat etwas überaus spannendes an sich. Sie fühlt sich der Situation ausgeliefert, was sehr erregend sein kann, für den Fesselnden bedeutet es sowohl Verantwortung als auch die Möglichkeit der Kreativität freien Lauf zu lassen. Ein gut gebundenes und fixiertes Weibchen, die Möglichkeit für ein ausgiebiges Spiel sowohl mit körperlichen Mitteln als auch mit Spielzeugen, jene Vorstellung hat sich ihren Platz auf der Liste redlich verdient.

Der Kampf um die Krone
Das Spiel um die Unterwerfung hat viele Facetten. Die Auseinandersetzung, das Gerangel um die Oberhand, auch wenn der Sieger vielleicht schon feststeht, welch aufregender Einstieg. Ein einvernehmlicher Konflikt zwischen zwei Menschen, bei dem der Verlierer am Ende im wahrsten Sinne gefickt ist... muss man mehr sagen?

Die Gefahr erwischt zu werden.
Wieder eine sehr klassische Fantasie, Zweckentfremdung öffentlicher Orte. Parks, Schwimmbäder, Umkleidekabinen oder auch die „gefährlicheren“ Situationen am Strand, im Zug oder gar in der Kirche... der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Als Variante steht hier das Spiel in der Öffentlichkeit, das mit der Hilfe von Spielzeugen, verstohlenen Berührungen und Worten verborgen abläuft. Eine gewisse Selbstbeherrschung ist vonnöten und schon wieder schleichen sich Dominanzgedanken ein...

Welcher Mann träumt nicht davon?
Zwei attraktive Frauen, die sich miteinander beschäftigen – eine wahre Traumvorstellung. In diesem speziellen Traum sind es auch ganz spezielle Frauen, aber solche Details müssen wahrlich nicht vertieft werden. Hierbei muss man als Mann nicht einmal selbst aktiv ins Geschehen einsteigen, allein dabei zu sein und es mitzuerleben reicht vollkommen aus, zumindest im Kopf des bescheidenen Autors dieser Zeilen.

Der ganze Rest
All jene Sachen, die eben nicht im normalen Liebesspiel enthalten sind und daher Beachtung finden. Spezielle Spielzeuge, die getestet werden. Spezielle Techniken, die getestet oder ausgebaut werden. Situationen, bestimmte Personen, Spiele... und immer wieder so viele Gedanken an BDSM-Aktivitäten in verschiedenen Ausprägungen.

Diese Liste kann nur ein Ausschnitt sein, zu oft wechseln die Bilder, zu häufig laufen andere Filme im Kopfkino. All die kleinen, spannenden, erregenden Dinge finden hier gar keinen Platz, das würde den Rahmen sprengen.
Zudem sollte man diese Liste nicht mit einer Ansammlung von „zu erledigenden“ Dingen verwechseln. Manches ist nur ein Produkt der Fantasie (und wird es vielleicht auch bleiben), doch genug beruht auf gesammelten Erfahrungswerten. Es geht bei dem Thema nicht ums „Abarbeiten“ von Wünschen, es geht darum Spaß zu haben und zu lernen und um die Kombination aus beidem – Lernen, was Spaß macht.
Und, auch wenn wir Menschen es gerne kompliziert angehen und uns Freude und Befriedigung aufgrund seltsamer Ideen oder Meinungen verwehren, wollen wir das nicht eigentlich alle... Spaß haben?

Welche Fantasie beschäftigt dich? Was würde dir Spaß machen?

Dienstag, 4. November 2014

Erklärung

Ich war nicht ganz aufrichtig zu dir. Wir haben es geklärt, wir wollen nicht, dass zwischen uns mehr passiert als das, was schon passierte. Wir sind uns einig. Ich sagte, ich würde es seltsam finden, wenn es passieren würde – an dieser Stelle fehlen Informationen.

Tatsächlich glaube ich, dass eine „friends with benefits“-Sache recht gut funktionieren kann. Ich habe schon oft genug am eigenen Leib erlebt, dass es die Freundschaft eher noch intensiviert ohne etwas kaputt zu machen und ohne dass einer der Beteiligten dabei verletzt wird. Sicherlich kommt auch so etwas vor, aber größtenteils halte ich es für ein Hollywoodklischee.
Zudem, und das habe ich dir sogar gesagt, bist du durchaus sexuell attraktiv für mich. Wie ich dir auch schon mitteilte, gehörst du zu den attraktivsten Personen, die ich kenne, und ich habe schon häufiger darüber nachgedacht, wie es wohl wäre.

Warum habe ich dennoch keine Anstalten gemacht etwas zu ändern oder mehr in diese Richtung zu investieren, wenn die körperliche Anziehung gegeben ist und wenn ich davon ausgehe, dass ich mit einer lockeren Sache umgehen kann?

Weil ich befürchte, dass du im Gegensatz zu mir nicht damit umgehen kannst... ich habe aus zweiter Hand zu viel Drama in deinem Leben erlebt, zu viel Zerdenken von guten Entwicklungen, zu viel zerbrochenes Glas. Und, auch wenn das hart klingen mag, zu viele reine Lippenbekenntnisse zu nicht-klassischen Beziehungsmodellen und offenen Geschichten, hinter denen sich dann doch wieder Eifersucht und besitzergreifende Gedanken verbargen und die fehlende Bereitschaft die Sache etwas lockerer anzugehen.
An der Stelle kommen wir dann doch wieder in den Klischeebereich des „Etwas kaputt machens“, denn ich will nicht, dass das, was momentan zwischen uns ist, zerstört wird. Die Freundschaft ist mir wichtiger als sexuelle Kompatibilität.

So lange du die Angst in dir trägst, dass eine körperlichere Komponente unserer Freundschaft und Nähe ein Ende setzen wird, so lange werde ich nichts in der Richtung unternehmen, da die Angst eine sich selbst erfüllende Prophezeiung ist.

So lange du ein überdramatisierendes, unentspanntes Verhältnis zu Sex in all seinen Spielarten hast, so lange könnte ich nicht guten Gewissens diesen Weg mit dir zusammen beschreiten. Die Erfahrung der Vergangenheit hat mich gelehrt in solchen Fällen meinem Bauchgefühl zu vertrauen.

Wie kommt es bloß, dass Menschen aus dieser so einfachen und angenehmen Sache, die entspannt, erfreut und befriedigt und zusätzlich Selbstbestätigung und Nähe schenkt, etwas schrecklich Kompliziertes machen?

Dies ist nur eine Erklärung, das mitschwingende Bedauern ist vorhanden, aber nicht dominierend, denn ich bin mit dem Status Quo sehr zufrieden. Dennoch ist dies eine Erklärung, die ich dir wahrscheinlich niemals so geben kann. Da sie dennoch aus meinem Schädel heraus will, schreibe ich sie nieder und platziere sie hier, wo sie ohnehin nicht gelesen wird.

Sonntag, 31. August 2014

Die Party

Der Raum, in den er sie führte, war stockdunkel. Nur durch die geöffnete Tür, durch die die beiden eintraten, fiel ein schmaler Lichtstreifen, der schnell verschwand, als er hinter ihr von außen die Tür schloss. Sie schluckte, als sie das Klacken des Schlosses hörte, da sie immer noch nicht sicher war, worauf sie sich da eingelassen hatte.

Vor zwei Tagen hatte er ihr eine Nachricht hinterlassen. Er hatte ihr mitgeteilt, dass er „etwas organisiert“ hätte, woran sie sicher Gefallen finden würde. Er hatte sehr geheimnisvoll getan und ihr nur mitgeteilt, wann und wo sie erscheinen sollte. Und die Kleidung. Er hatte sie gebeten das Sommerkleid anzuziehen, dass er an ihr so mochte.

Jenes Kleid mit seinem dünnen Stoff lag nun auf ihrer zitternden Haut, als sie versuchte die Dunkelheit mit ihren Augen zu durchdringen. Es war ein vergebliches Unterfangen, draußen strahlte die Sonne vom Himmel und es würde vermutlich noch Minuten dauern, bis sie sich an die Lichtverhältnisse hier drinnen gewöhnt hatte. Dementsprechend spürte und hörte sie auch mehr, dass sie nicht allein in dem Raum war und dass sich ihr jemand näherte. Mehrere Personen. Aus verschiedenen Richtungen. Sie zitterte stärker, als sie eindeutig den Atem eines Menschen auf ihrer Haut spürte. Der Mensch schien um sie herum zu gehen und sie von allen Seiten zu betrachten... sofern seine Augen denn mehr Glück hatten mit der Dunkelheit.

Ein weiterer Mensch näherte sich. Und noch einer. Sie war sich ziemlich sicher, dass es drei waren, die sie umkreisten. Trotz der Wärme in dem Raum zitterte sie immer mehr. Sie zuckte leicht zusammen, als sie die erste Hand spürte, die über ihren Arm strich. Kurz zog sie ihn weg, doch schon war die nächste Hand da, die den anderen Arm berührte, bis zu ihren Schultern glitt.
Jede Berührung war wie ein kleiner elektrischer Schlag auf ihrer Haut. Sie wusste nicht, wer dort war, konnte sich den Männern, sie war sich sehr sicher, dass es Männer waren, nicht entziehen, was sie ein wenig ängstigte und um ein vielfaches mehr erregte.

Die Bewegungen der Hände wurden eindeutiger, als sie die Träger ihres Kleides einfach von ihren Schultern schoben. Sie dachte kurz daran sich zu wehren und sich wieder zu bedecken, doch der Gedanke war nur ein Aufblitzen in ihrem Bewusstsein und wurde schnell von triebhafteren Bildern abgelöst, als sie Hände in ihrem Nacken, auf ihrem Rücken und an ihren Schenkeln spürte. Sie konnte sich ein leichtes Stöhnen nicht verkneifen, als ihre Unterwäsche von ihrem Körper gerissen wurde... die Griffe der Männer wurden fordernder. Der Atemhauch in ihrem Nacken, als einer von ihnen näher trat, machte sie fast wahnsinnig. Sein nackter Körper drängte sich gegen den ihren, er war offenbar sehr erregt. Seine Arme umschlossen sie, mit festem Griff fand er ihre Brüste. Nun konnte sie es nicht mehr unterdrücken, sie stöhnte, als seine Finger sich um ihre Brustwarzen schlossen und sie drückten.

Währenddessen glitten Hände über ihren Bauch und ihre Beine, trafen sich in der Mitte. Sie atmete schwer ein, als die fremden Finger die Nässe zwischen ihren Beinen ertasteten, in sie eindrangen, sich in ihr bewegten. Die Arme um ihren Oberkörper fixierten sie, ihre Schenkel wurden weiter auseinander gedrückt, sie wurde von innen und außen gestreichelt und massiert. Die ganze Situation kreiste in ihrem Kopf und erregte sie unendlich. Diese unbekannten Männer, die sie einfach so anfassten und mit ihr spielten, ihre Wehrlosigkeit, die Dunkelheit um sie herum... all das gipfelte in einem ersten, befreienden Orgasmus, den sie aus voller Kehle herausschrie.

Eine Atempause wurde ihr nicht gestattet, offensichtlich hatte dies die Männer ebenfalls sehr erregt. Mit einem kräftigen Griff in den Nacken wurde ihr Oberkörper nach vorn gedrückt und sie fühlte, wie der Mann hinter ihr in ihren zuckenden Unterleib eindrang. Sie schrie auf, als er begann rhythmisch und schnell in sie zu stoßen, an ihren geöffneten Lippen rieb ein weiterer Mann bereits seinen Schwanz. Instinktiv leckte sie mit ihrer Zunge darüber und saugte ihn dann tief in ihren Mund. Beide fanden schnell einen Takt, in dem sie sie von vorne und hinten fickten. Sechs Hände glitten dabei über ihren schweißnassen Körper. Eine vorwitzige Zunge fand ihre empfindlichste Stelle. Der dritte Mann hatte sich unter sie gekniet und leckte sie, während sie gleichzeitig von hinten gefickt wurde, das Gefühl war fast zu viel für sie, sie spürte bereits den nächsten Orgasmus nahen. Kurz bevor es jedoch so weit war, hielten sie inne, der Schwanz glitt aus ihr heraus und sie wurde zu Boden gedrückt. Unter ihr hatte sich jener, der sie eben noch geleckt hatte, auf den Rücken gelegt und sie wurde direkt auf seinen erigierten Schwanz gedrückt, der tief in sie glitt. Sie war inzwischen so von der Situation gefangen und ihren eigenen Trieben untertan, dass sie voller Inbrunst begann ihn zu reiten, sich stöhnend an ihm zu reiben und gierig den Schwanz in den Mund zu nehmen, der eben noch in ihr gesteckt hatte. Sie schmeckte sich selbst an ihm, ihre eigene Geilheit und Erregung, was ihre Zunge nur noch mehr kreisen ließ.

Und auch auf sie wartete noch eine Zunge. Während sie ihre Hüften kreisen ließ und den Mann unter sich ritt, dessen Hände ihre Brüste umfassten, kneteten, zwickten, fühlte sie eine Zunge, die über ihren Po glitt, zwischen ihre Backen. Hände griffen ihr Hinterteil, drückten es weiter auseinander, die Zunge kreiste, kitzelte sie, spielte mit ihr. Als kurz darauf ein Finger folgte, der sie dort zunächst streichelt und dann in sie eindrang, war es zu viel. Sie zitterte und stöhnte heftig, als sie zum zweiten Mal seit dem Betreten des dunklen Raumes kam.

Sie zuckte und fühlte jede Berührung auf ihrer Haut noch sehr intensiv, als sie von dem Mann unter ihr umfasst und in die Höhe gehoben wurde. Er hielt sie vor sich, steckte dabei weiter in ihr und trug sie einige Meter durch den Raum. Jeder Schritt ließ sie stöhnen, denn jeder Schritt bedeutete Bewegung in ihrem gereizten Intimbereich. An seinem Ziel angekommen, setzte er sie sanft ab, ihr Oberkörper wurde über etwas gelegt... ein Möbelstück? Sie wurde sich sehr bewusst, dass ihr Hintern hoch erhoben war und sie mit gespreizten Beinen vor den drei Kerlen stand...

Kaum hatte sie dies realisiert, als bereits der erste in sie eindrang. Und wie. Ohne Gnade schob er seinen Schwanz tief in sie, seine Hände krallten sich in ihre Hüften, als er fest in sie stieß. Sie schrie auf vor Erregung, er benutzte sie einfach nur, was ihr auf einer tiefen, animalischen Ebene sehr gefiel. Minutenlang fickte er sie durch, bis sie spürte, dass seine Stöße unregelmäßiger wurden, sein eigener Orgasmus schien zu nahen. Rechtzeitig vorher zog er sich aus ihr zurück, ein frustriertes Stöhnen entwich ihren Lippen, doch fast sofort wurde er von einem seiner Begleiter ersetzt, der die unsanfte Behandlung fortsetzte. Bei jedem Stoß klatschte seine flache Hand auf ihren Po, der vermutlich inzwischen rot glänzte. Sie schrie, keuchte, stöhnte, wand sich unter ihm, gab sich ihm ganz hin, ließ sich fallen. Sie hatte jegliches Zeitgefühl verloren, als sie sich erneut abwechselten. Sie keuchte erschöpft, als der dritte Mann sie nahm. Dann erneut der erste. Wieder der zweite. Sie konnte nicht mehr zählen, wie oft sie die drei zum Orgasmus gebracht hatten und sie wollte noch immer mehr, mehr, mehr.

Nach einer für sie unmöglich mess- und spürbaren Zeit des immer wieder Gefickt- und Benutztwerdens, des stetigen Wechsels zwischen den Männern hinter ihr, ihres sich immer wieder zusammen krampfenden und zitternden Körpers während eines Orgasmus' hielten sich die drei nicht mehr zurück. Als der erste kam, spürte sie es tief in sich, warm und ergiebig, er zuckte in ihr und drückte sich dabei so unendlich tief in sie. Sie atmete flach, als er einen Schritt zurücktrat und Nummer Zwei in sie drang. Hart und ausdauernd fickte er sie wieder ohne ein Zeichen erkennen zu lassen, dass ihn das Sperma des anderen Mannes in ihr interessierte. Kurz vor seinem eigenen Orgasmus zog er seinen zuckenden Schwanz aus ihr, sie spürte, wie er auf ihren Po spritzte, es tropfte an ihr herab. Der dritte konnte sich offenbar gar nicht mehr beherrschen und abwarten, sie ahnte mehr, als dass sie es wahrnahm, dass er vor ihrem Gesicht seinen Schwanz rieb, da kam er bereits. Er schien gar nicht mehr aufhören zu wollen, sie spürte die Wärme seines Samens, der ihr Gesicht traf, ihre Wangen herabrann, über ihre Lippen tropfte. 

Schwer atmend und immer noch zitternd lang sie da. Sie spürte das Sperma der drei von ihrem Körper tropfen, an ihren Schenkeln herabrinnen. Die Männer entfernten sich und verschwanden in der Dunkelheit. Sie lag noch eine ganze Weile einfach nur da, spürte das befriedigte Pochen in ihrem Schoß, ihre Erschöpfung, die ganzen intensiven Empfindungen ihres benutzten Körpers. Die Tür des Raumes öffnete sich und Licht fiel herein, das sie blendete. Sie kniff die Augen zusammen und sah seine Silhouette, die sich vor der Helligkeit abzeichnete. „ Und? Zufrieden?“ fragte er sie. Sie wurde sich der Tatsache bewusst, dass dies die ersten Worte waren, die seit dem Betreten des Raumes gesprochen worden waren. Ein seliges Grinsen zeigte sich auf ihren Lippen.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Unerfüllbar

Ich will dich endlich wiedersehen, will deine Stimme hören, will dich an meinem Körper spüren,  wenn ich dich umarme zur Begrüßung.

Doch ist das nicht alles, ich will deine Wärme fühlen, will dich berühren, wie ich dich noch nie berührte, ich will ganz nah bei dir sein, den Moment mit dir teilen.

Ich will dich schmecken, meine Lippen sollen dich erkunden, ich will auch diese Grenze überwinden.

Ich will dich nicht mehr nur mit Blicken und Gedanken ausziehen, ich will dich sehen, spüren, schmecken, wie ich dich erträumte.

Ich will dir Freude und Vergnügen bereiten, will dich beglücken, mit dir spielen und sehen, erleben, wie du dich fallen lässt.

Doch ich will dich auch fesseln, dich nehmen und benutzen, will meine Wünsche an dir ausleben.

Ich will deine Grenzen mit dir erkunden, ich will dich durch die Fesselung von deinen Fesseln befreien und erleben, wie du dich gehen lässt, wie ich es noch nie erlebte, wie ich es mir nur vorstellen kann.

Ich will mit dir eins werden, will mich mit dir, in dir, verlieren, ich will sehen, wie weit wir gehen, was wir miteinander tun können, wenn wir Vernunft und Grenzen aufgeben für kurze Zeit, für die Unendlichkeit.


Doch ich will auch nicht, dass sich etwas ändert an unserem Verhältnis.

Ich will nicht, dass dies zwischen uns steht, ich will nicht, dass wir etwas tun, was einer von uns bereut.

Somit bleibt es wie es ist, ich werde lächeln, ich werde deine Nähe genießen und mich freuen, wenn ich dich sehe, ich werde mich bemühen, dass auch du eine schöne Zeit hast... doch ich werde den selbstsüchtigen Schritt des „Ich will“ nicht gehen.


Niemals.

Samstag, 4. Januar 2014

Fesselndes

Ich lächle, als ich deine Gänsehaut spüre,
Du siehst es nicht, du kannst es nicht sehen.
Dein Körper, er zittert unter der Berührung,
Dein Verstand weiß nicht, was er fühlen soll.
Furcht?
Scham? 
Erregung?
All das... und noch mehr?

Ich bin hinter dir, fixiere deine Arme,
das Seil schmiegt sich an die Handgelenke.
Rauh ist es und fest, nimmt dir die Handlungsfreiheit,
Dein Atem beschleunigt sich, dein Puls rast.
Panik?
Begierde?
Ungeduld?
All das... und noch mehr?

Ein Tuch verbindet deine Augen, es wird Nacht,
Mein Atem streift dabei deinen Nacken.
Du windest dich, ängstlich, stemmst dich dagegen, doch
Das Seil umschlingt deinen Oberkörper.
Angst?
Verlangen?
Vorfreude?
All das... und noch mehr?

Meine Hand drückt dich hinab, du fällst auf die Knie,
Und wirst dabei doch gehalten von mir.
Das Seil windet sich um deinen Bauch, die Arme,
Es engt dich ein und doch befreit es dich.
Unsicherheit?
Triebe?
 Wünsche?
All das... und noch mehr?

Ich lasse dich nach vorn fallen und fange dich,
Du ruhst nun auf deinem Oberkörper.
Dein Po ist erhoben, verheißungsvoll vor mir,
Doch bewundere ich ihn nur von fern.
Sehnsucht?
Gier?
Unruhe?
All das... und noch mehr?

Du atmest schwerer, ich ziehe das Seil fester,
Binde deine Schenkel, fixiere sie.
Ein bittersüßer Schmerz, er lässt dich erbeben,
Als der Strick deine Haut erröten lässt.
Rausch?
Wollust?
Qualen?
All das... und noch mehr?

Ich betrachte mein Werk, ich sehe dein Zittern,
Der letzte Knoten muss geknüpft werden.
Ich ziehe das Seil zwischen den Beinen hindurch,
Ich spüre, wie nass du dort bereits bist.
Leiden?
Geilheit?
Leidenschaft?
All das... und noch viel mehr!