Es gibt Tage, da denkt man beinahe
ständig an „das eine“. Man versucht zwar sich abzulenken und dem
Tagewerk nachzugehen, doch aus irgendwelchen Gründen schweifen die
Gedanken immer wieder ab und wenden sich fantasievollen Bildern im
Kopf zu. Auch körperliche Betätigungen bringen nur kurzzeitig
Abhilfe, spätestens wenn man sich von ihnen wieder erholt hat, geht
es weiter mit den eindeutigen Gedanken. Ein solcher Zustand ist
tagsüber schon bisweilen störend, kann da jedoch noch einigermaßen
durch Ausweichverhalten unter Kontrolle gehalten werden.
Wirklich anstrengend wird es dann in
der Nacht.
Wenn man sich zur Ruhe gebettet hat und
als vernünftiger, verantwortungsbewusster Mensch nun in sanften
Schlummer gleiten will, sind sich in den Vordergrund des Bewusstseins
drängende, vielfältige sexuelle Fantasien, deren Inhalte zum Teil
vom rationalen Teil des Verstandes auch noch als höchst unangebracht
angesehen werden, äußerst kontraproduktiv. Man(n) kann sich schon
einmal auf eine lange wache Nacht auf dem Rücken liegend einstellen
und auf einen daran anschließenden Tag, der, wie es bisher aussieht,
auch nicht besser weiter geht.
Natürlich kann man auch in den dunklen
Stunden dem ganzen einfach nachgeben und den Trieben freien Lauf
lassen. Aber auch hier ist es nur eine sehr kurzfristige Lösung, wie
entsprechende Träume und noch weitere wache Stunden zeigten.
Was bleibt noch zu tun?
Kalt duschen?
Holz hacken?
Durch den Wintereinbruch draußen
wandern, bis alle Extremitäten taub sind?
Keine sonderlich angenehmen Lösungen
für einen Zustand, der eigentlich gar nicht so schrecklich ist,
sondern eben nur ein wenig... ablenkend.
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