Dienstag, 2. Dezember 2014

Lange Tage und lange Nächte

Es gibt Tage, da denkt man beinahe ständig an „das eine“. Man versucht zwar sich abzulenken und dem Tagewerk nachzugehen, doch aus irgendwelchen Gründen schweifen die Gedanken immer wieder ab und wenden sich fantasievollen Bildern im Kopf zu. Auch körperliche Betätigungen bringen nur kurzzeitig Abhilfe, spätestens wenn man sich von ihnen wieder erholt hat, geht es weiter mit den eindeutigen Gedanken. Ein solcher Zustand ist tagsüber schon bisweilen störend, kann da jedoch noch einigermaßen durch Ausweichverhalten unter Kontrolle gehalten werden.

Wirklich anstrengend wird es dann in der Nacht.

Wenn man sich zur Ruhe gebettet hat und als vernünftiger, verantwortungsbewusster Mensch nun in sanften Schlummer gleiten will, sind sich in den Vordergrund des Bewusstseins drängende, vielfältige sexuelle Fantasien, deren Inhalte zum Teil vom rationalen Teil des Verstandes auch noch als höchst unangebracht angesehen werden, äußerst kontraproduktiv. Man(n) kann sich schon einmal auf eine lange wache Nacht auf dem Rücken liegend einstellen und auf einen daran anschließenden Tag, der, wie es bisher aussieht, auch nicht besser weiter geht.

Natürlich kann man auch in den dunklen Stunden dem ganzen einfach nachgeben und den Trieben freien Lauf lassen. Aber auch hier ist es nur eine sehr kurzfristige Lösung, wie entsprechende Träume und noch weitere wache Stunden zeigten.
Was bleibt noch zu tun?
Kalt duschen?
Holz hacken?
Durch den Wintereinbruch draußen wandern, bis alle Extremitäten taub sind?
Keine sonderlich angenehmen Lösungen für einen Zustand, der eigentlich gar nicht so schrecklich ist, sondern eben nur ein wenig... ablenkend.

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