Draußen ist es bitterkalt, doch hier
drinnen merken wir nichts davon.
Die Scheiben sind beschlagen.
Du liegst vor mir, auf dem Bauch, hast
dich vor Erschöpfung einfach fallen lassen. Deine Haut glänzt in
dem wenigen Licht, das wir haben. Vor Augenblicken noch knietest du
vor mir, ich war hinter dir, über dir, in dir, wir haben uns
gegenseitig an unsere Grenzen getrieben. Nun liegst du da, die Beine
ein wenig gespreizt und ich sitze hinter dir im Schneidersitz und
schaue dich einfach nur an.
Ich betrachte die Spuren auf deinem
Rücken, deinen Schenkeln, die ich hinterlassen habe.
Es war kein Akt der Liebe oder etwas
ähnlich unpassendes, es waren Triebe, die wir beide hatten und die
befriedigt werden wollten.
Du atmest noch immer schwer und
unregelmäßig, ich sehe, wie dein Körper ein wenig zittert, aber
nicht vor Kälte. Auch ich muss mich erst wieder beruhigen und zu
Atem kommen.
Ich frage mich kurz, ob es falsch war,
ob wir das nicht hätten tun sollen.
Dein Gesicht sehe ich nur im Profil,
deinen Kopf hast du seitlich gelegt. Deine Augen sind geschlossen, du
hängst noch dem Moment nach.
Ich sehe das zufriedene Lächeln auf
deinen leicht geöffneten Lippen.
Ich streichle über deine Schenkel,
zeichne deine Kurven mit meinen Fingern nach, umkreise jene roten
Stellen, wo ich dich zuvor noch hart angefasst habe.
Die erste sanfte Berührung seit wir
aus einer unausgesprochenen Laune heraus begonnen haben.
Du seufzt leise und noch immer erregt.
Draußen hält der Winter Einzug, doch
hier drinnen teilen wir unsere Wärme.
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